
Bauernkapelle vor 1952 - Für Großansicht mit Namen aufs Bild klicken
A zünftige Musig !
Einige der Mitglieder des Musikvereins treten zusätzlich auch noch in
einer kleineren Formation genannt die Bauernkapelle oder d'
Buramusig
auf. Diese Gruppe bringt zu verschiedenen Anlässen dem Publikum
vorwiegend "zünftige" alpenländische Tanz- und Unterhaltungsmusik zu
Gehör.
Geschichte
Der Name Buramusig oder auch Bauernkapelle hat Tradition, denn kurz nach Ende des 2.
Weltkrieges, also vor mehr als 65 Jahren, gab es laut Aufzeichnungen
schon diese musikalische Gruppierung. Die damals etwa 8 Mann starke
Truppe in traditioneller Besetzung war dann aber laut Aussagen ab den
1950er-Jahren fast 40 Jahre lang nicht mehr wirklich aktiv. In der
Vereinschronik taucht die Bezeichnung Bauernkapelle zwar im Fasching
1963 auf, ansonsten findet sich aber kaum eine Erwähnung. Bis die
Formation Ende der 1980er Jahre vom ehemaligen Kapellmeister Leo Summer
sen. reaktiviert wurde und wieder vermehrt auftrat. Damals noch in
Lederhosen verpackt. Auf die wurde später jedoch wieder verzichtet.

Reaktivierte Buramusig bei der
Kilbi-Veranstaltung 1991
Zum Repertoire aus Märschen, flotten Polkas, "Wälzerle" gehörten
lange Zeit (bis 2006) die Weißbacher-Stücke, bekannte Evergreens der Volksmusik, die immer
wieder gerne gewünscht und gehört wurden. Hauptsächlich von
älterem Publikum.
Jüngere Vergangenheit und Aktuelles
Nachdem die Bauernkapelle in ihrer
traditionellen Besetzung viele Jahre lang
von Leo
Summer sen. dirigiert wurde, ist seit 2006 Kapellmeister Peter Kuhn mit
seinem Flügelhorn musikalischer Leiter dieses Ensembles.
Wobei bei Auftritten oder aktuell auch bei den Proben oftmals auch gar
niemand dirigiert, sondern der Schlagzeuger die führende
Funktion hat.
Angesichts der Tatsache, dass sich heute kaum noch Bauern unter den
Mitgliedern finden, war man vor einiger Zeit noch dazu geneigt, die seit
65 Jahren unter dem gleichen Namen auftretende Gruppe in
z.B. Nofler Dorfmusikanten umzubenennen. Nach einiger Überlegung
entschied man sich dann aber doch wieder, den ursprünglichen
traditionsbehafteten Namen mal
weiter beizubehalten.
Unter
Kapellmeister Kuhn wurde das musikalische Programm modernisiert und
beinhaltet nun aktuelle "Gassenhauer" wie z.B. Dem Land
Tirol die Treue, Böhmischer Traum oder Wir Musikanten, die auch ein jüngeres Publikum
begeistern. Die oben erwähnten Weißbacher, zum Beispiel
den Brennersee-Walzer, gibt es heute höchstens noch auf ganz besonderen Wunsch
und bei gleichzeitigem Eintreffen einer Getränkerunde zu hören ;-)
Mit dem neuen Unterhaltungsprogramm erhöhte sich auch die Spielerzahl.
Waren es bei vorgängig schon (sicherheitshalber) eingeführten
Doppelbesetzungen maximal 12 Musiker, so konnte man vor kurzem auch
schon mal 18 Mitwirkende zählen. Zum einen geschah die Aufstockung
bewusst zur Besetzung zusätzlicher Stimmen in der neuen Literatur (heute
darf beispielsweise auch ein Waldhorn mitspielen) sowie für erhöhtes
Klangvolumen. Sie ging aber auch mit einem weniger beabsichtigten
Generationenwechsel einher. In mehreren Fällen war es zwar so, dass die
"Mitgliedschaft" bei der Buramusig einfach von einer Generation an die
nächste vererbt wurde. Das ist aber beim Ausscheiden von "alten Hasen"
nicht immer möglich. Und es steht auch nirgends geschrieben, dass das so
sein muss.
Aktuell bindet man also - nicht wirklich geplant, aber natürlich stets
mit dem Weiterbestand des Ensembles im Hinterkopf - vermehrt interessierten
jungen Bläser- und Schlagzeuger-Nachwuchs mit ein. Und hegt dabei
insgeheim die Hoffnung, dass diese Musikrichtung dem Nachwuchs nicht nur
viel Freude bereitet sondern auch die bisher angestrebte Spielqualität
beibehalten oder sogar noch verbessert wird. Momentan sieht's
diesbezüglich sehr gut aus! Das Interesse für die Buramusig bzw. für den
Musikstil ist vorhanden, die jungen Musikantinnen und Musikanten haben
kein Image-Problem und man kann auch quasi aus dem Vollen schöpfen. Hat
der Musikverein Nofels doch erfreulich viel Nachwuchs. Mit
möglicherweise sogar bisher noch verborgenen Talenten!
Qualitätsdenken
Die Buramusig hat zwar kein eigenes Leitbild und von den alten Hasen,
die spätestens unter Kapellmeister Summer gelernt haben wie sich's gehört (Kurzes
kurz, Langes lang), spielen heute auch nicht mehr viele mit. Aber
zumindest bei denen, die schon länger bei der Buramusig mit dabei sind,
ist in den Köpfen noch ein Streben nach besonderer Qualität verankert.
Qualität heißt in diesem Zusammenhang hauptsächlich exaktes und
permanentes Spiel, möglichst saubere Stimmung und insgesamt ein bisschen
Gespür für diese Art von Musik. Anders gesagt sind hier Musikantinnen
und Musikanten mit Talent, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und einem guten
Gehör gefragt. Für den olympischen Gedanken und für Schlampigkeit hat
man durchwegs wenig Verständnis. Weil diese Musik, vermutlich mehr als
andere, nämlich nur gut rüber
kommt, wenn die Phrasierungen passen und die Notenwerte genau
eingehalten werden. Und weil Ungenauigkeiten, Aussetzer oder
Unstimmigkeiten auch umso deutlicher hörbar werden, je kleiner eine
musikalische Gruppierung ist. Soll bedeuten: Das ganze ist für den
durchschnittlich begabten Musikus gar nicht so einfach wie er vielleicht
zuerst denken mag, sondern stellt mal ganz abgesehen von den zusätzlich
erforderlichen Proben schon gewisse Ansprüche an
den Einzelnen. Insbesondere bei bei einer wie ursprünglich gehabten einfachen
Besetzung ist jeder Spieler alleine auf seiner Stimme. Und darf sich
deshalb, wie jeder Solist,
eigentlich keinerlei Fehler oder Pausen erlauben, sondern muss immer
sicher und präsent sein.
Aber die Musikanten werden den Ansprüchen heute ja nach wie vor oder
vielleicht sogar mehr denn je gerecht!
Und sollte trotzdem gelegentlich ein falscher Ton zu hören sein, dann
ist dies natürlich pure Absicht. Um noch mehr Aufmerksamkeit zu bekommen
und auch zu zeigen, dass hier alles 100% live ist ;-)
Viel Applaus und Tonaufnahmen belegen:
Der Buramusig gelingt es auch oder besonders nach Verjüngungskuren (und
ohne Bauern) qualitativ hochwertige und
mitreißende Unterhaltungsmusik zur Freude des Publikums zu machen.
Ohne dass dabei der eigene Spaß zu kurz kommt.
Die Buramusig
würde sich noch über den
einen oder anderen attraktiven Auftritt freuen !
Für entsprechende Anfragen bzw. Angebote
siehe Seite Kontakt
Hier noch ein paar Bilder:
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