Geschichte, gekürzte Fassung
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... was uns zusammenhält,
Aus der Chronik des Musikvereins Feldkirch-Nofels
Weitere Informationen unter Zahlen & Namen und in der ungekürzten Fassung
Bereits um 1880 erklang in Nofels zum ersten Mal Blasmusik, bevor es am
1.September 1892 zur denkwürdigen Gründungsversammlung kam. Im
Gründungsprotokoll heißt es wörtlich:
"Wir haben das Bestreben, Musik zu
pflegen, um dem eintönigen Landleben einen gewissen Reiz zu verleihen, um die
in den gegenwärtig schlechten Zeiten gedrückten Gemüther empor zu heben und
die in der Gemeinde jährlich sich ereignenden Festlichkeiten durch Mitwirkung
bei denselben zu heben und zu verschönern." Die
konsequente Arbeit von Kapellmeister Hans Mähr ermöglichte den Aufstieg von
der Unterstufe zur Oberstufe. Im Jahre 1936 wurde sogar beim Wertungsspiel ein
zweiter Preis erreicht. Bedingt
durch die politisch bewegten Zeiten 1937/1938 und die anschließende
"Rückkehr ins Dritte Reich" wurden auch im Musikleben neue Maßstäbe
gesetzt, die mit der endgültigen Einstellung des Musiklebens im Jahre 1940
endeten. Fünf Mitglieder kehrten nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr in die
Heimat zurück. Im
Sommer 1945 wurde die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen. Mit Ross und Wagen
fuhr man am 26.Mai 1947 in das damals "Gelobte Land" nach Schellenberg
im Fürstentum Liechtenstein, um ein Musikfest zu besuchen. Die Heimfahrt
erfolgte mit "vollen Taschen", vor allem mit Rauchwaren. Im
Jahre 1950 trat man zum ersten Mal in der Oberstufe vor den Wertungsrichter und
erreichte mit Kapellmeister Hans Mähr einen zweiten Rang. Von da an ging es
rapide aufwärts.
Zum damaligen musikalischen Repertoire gehörten "Banditenstreiche, Dichter und Bauer, Leichte Kavallerie und Pique Dame v. Suppé".
1953 wurde die bisherige braune Uniform durch eine blaue ersetzt.
1959 übernahm Leo Summer für 27 Jahre das Amt des Kapellmeisters und führte den Verein zusammen mit Vorstand Helmut Malin - seit 1967 - von der Mittelstufe über die Oberstufe zur Kunststufe. 1970 wurde auf Anhieb ein erster Rang mit Auszeichnung erreicht und seither vielfach wiederholt.
Im Jahre 1961 wurde die lange Serie von Rundfunkaufnahmen eingeleitet.
Neue Maßstäbe wurden beim 75-jährigen Bestandsjubiläum gesetzt. Zum einen wurde erstmals in Vorarlberg eine amerikanische Luftwaffenkapelle, die USAFE-Band, verpflichtet und die Wertungsspiele erstmals in einer Kirche abgehalten, was in Fachkreisen als Auftakt für Kirchenkonzerte angesehen wird. Ein Höhepunkt in organisatorischer Hinsicht war die Durchführung des 13.Vorarlberger Landesmusikfestes 1976 mit der Teilnahme von über 100 Musikvereinen.
Die verjüngte Vereinsleitung brachte wieder neuen Schwung und neue Ideen mit, die Abwechslung für die MusikantInnen und Unterhaltung für die Bevölkerung brachten. Zu erwähnen sind ein Kirchenkonzert, das das erste Schaffen unter der Leitung des neuen Kapellmeisters zeigte, die im Jahre 1987 wieder aufgenommene Tradition einer Kilbi-Unterhaltung und auch das Zusammenwirken des Musikvereins Feldkirch-Nofels mit dem Gesangsverein Frohsinn Nofels, dem Kirchenchor Göfis und dem Männerchor Altenstadt, um den „Triumphmarsch" aus der Oper ‚Aida" von Giuseppe Verdi anlässlich des eines Frühjahrskonzertes zur Aufführung zu bringen.
Daß es der Musikverein Nofels versteht, ein großes Fest zu organisieren, bewiesen die MusikantInnen, als es galt, das 100-jährige Bestehen des Vereines zu feiern. Das Bezirksmusikfest vom 29. bis 31. Mai 1992 fand großen Anklang und brachte auch jene finanziellen Mittel, die der Verein dringend brauchte.
Zu dieser Zeit führten verschiedene Ursachen auch zu regen Diskussionen im Verein und einige Ergebnisse derselben tragen heute Früchte.
Auf Grund von Differenzen zwischen Kapellmeister und dem Verein, was die Zukunft des Musikvereins Nofels anbelangt, hatte Josef Wehinger bereits seinen Rücktritt als Kapellmeister bekannt gegeben. Die Suche nach einem geeigneten Kapellmeister war ein schwieriges Unternehmen für Vorstand Elmar Rederer, jedoch noch im selben Jahr übernahm Franz Ladner die musikalische Führung des Musikverein Nofels. Erstmals in der Geschichte ist der Kapellmeister beim Verein angestellt und nicht Mitglied desselben. Zahlreiche Erfolge wurden unter der Stabführung des neuen Kapellmeisters Franz Ladner erzielt. So konnte beispielsweise beim Wertungsspiel anlässlich des Landesmusikfestes in Rankweil 1994 mit einem 1. Rang mit Auszeichnung in der Höchststufe an frühere Erfolge anknüpft werden.
Auch in Rundfunk und Fernsehen war der Musikverein Nofels zu hören und auch zu sehen.
1995 wurde neben anderen Neuerungen im Vereinsleben als Ergebnis der oben erwähnten vereinsinternen Diskussionen auch die Jugendarbeit neu strukturiert. Durch die begonnenen jährlichen Werbeaktionen in der Volksschule konnten so viele Kinder für die Blasmusik begeistert werden, daß heute eine eigene Jugendmusik (JUMU) besteht.
Nach 10 Jahren erfolgreicher Tätigkeit wollte Vorstand Elmar Rederer 1996 sein Amt niederlegen. Einen Nachfolger zu finden gestaltete sich schwierig, besonders angesichts des nahenden 105-jährigen Jubiläums im Jahre 1997. Die Vereinsleitung bestand folglich kurzfristig aus 3 Männern: Elmar Rederer, der den Verein weiterhin nach außen vertrat und auch Festobmann war, Rainer Masal, der die vereinsinternen Angelegenheiten regelte und Günter Walch, der für „Personalfragen“ zuständig war. Ab 2000 war dann Rainer Masal alleiniger Vorstand. In diese Zeit fällt die Anschaffung einer Frauentracht 1999 und die Bassbausteinaktion, mit der 2 Bässe (je ATS 95'000.-) finanziert werden konnten. Im Herbst 2001
ging der Musikverein Nofels mit seiner Homepage online. Seit Ende 2002 ist
Helmut Wehinger Obmann des Vereins, unter seiner Führung wurden bereits mehrere
Workshops veranstaltet, ein Leitbild erarbeitet, die Vereinsleitung
erfolgreich umstrukturiert und neue Statuten verfasst. Ende 2005 übernahm Kapellmeister Peter Kuhn die musikalische Leitung des 'grossen' Vereins und Maria Walser die der Jugendmusik. 2008 gab letztgenannte das Amt der Jugendausbildnerin an Bernadette Masal ab.
Zweifelsohne hat der Verein stets im Sinne der Gründer "Musik zu pflegen" gehandelt und im Laufe der Zeit - trotz widriger Umstände - bis zur höchsten Stufe ausgebaut.
An dieser Stelle geht auch einmal Dank an all jene, die in irgendeiner Form zum Weiterbestehen des Musikvereins Feldkirch-Nofels über bereits mehr als ein ganzes Jahrhundert beigetragen haben !
Ein Buchtipp: "Blasmusik in
Vorarlberg"
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